Dog Walk Day – Gassi gehen und dabei Gutes tun
Von den Tafeln hat fast jeder schon einmal gehört. In vielen Städten sammeln sie Lebensmittel, deren Verfalldatum abzulaufen droht, Reste von Buffets und Nahrungsmittelspenden. Damit werden Bedürftige versorgt, deren Geld nicht reicht, um sich regelmäßig etwas zu Essen zu kaufen. Da kommt regelmäßig eine Menge zusammen, was sonst weggeworfen würde. So kann es, zur Freude vieler ärmerer Menschen, noch einem guten Zweck dienen.
Das ist Charity zum Anfassen. Man sieht, dass die Hilfe unmittelbar ankommt und Gutes tun konkret möglich wird. Das klappt tadellos, so dass man etwas Ähnliches auch für Tiere organisieren müsste, haben sich einige Tierfreunde überlegt. So entstand die Tiertafel Deutschland e.V.. Sie wird unterstützt vom „International Fund for Animal Welfare“.
Gesagt, getan: Beim „Dog Walk Day“ kann man dafür sorgen, dass Futter für die Tiere hilfsbedürftiger Mitmenschen zusammenkommt. Mitmachen ist ganz einfach. Beim „Dog Walk“ tun Hund und Mensch genau das, was sie sonst ohnehin tun würden: Sie gehen Gassi. Am Start erhält jedes Team ein Kontrollkärtchen und nun gilt es, zu Fuß nacheinander verschiedene Kontrollstationen zu passieren, an denen es jeweils einen Stempel auf das Kärtchen gibt. Alles ganz gemächlich, keiner muss hetzen. An den Kontrollstellen stehen immer genug Wassernäpfe, manchmal sogar ein Stück Kuchen bereit. Positiver Nebeneffekt: Nach und nach lernt man weitere Hunde, Herrchen und Frauchen kennen und bei gegenseitiger Sympathie geht es gemeinsam weiter, um den nächsten Stempel zu ergattern. So bilden sich mit der Zeit muntere Gruppen. Beim Finden des Weges helfen kleine Fähnchen entlang der Route.
Gute Vorbereitung für Mensch und Hund
Auch wenn der Dog Walk Day bewusst entspannt angelegt ist, hilft eine kleine Vorbereitung. Wer teilnehmen möchte, sollte sich vorab informieren, wie die Aktion organisiert ist und was vor Ort vorgesehen ist. So lässt sich besser einschätzen, ob der eigene Hund mit der Situation gut zurechtkommt.
Sinnvoll ist es, an eine passende Leine, Wasser für unterwegs und genügend Pausen zu denken. Der Spaziergang soll Freude machen und nicht zur Belastung werden. Deshalb ist es hilfreich, das Tempo am eigenen Hund auszurichten und aufmerksam zu bleiben, wenn er Ruhe braucht.
Rücksichtsvoll unterwegs
Bei einer gemeinsamen Gassi-Aktion treffen viele unterschiedliche Hunde und Menschen aufeinander. Nicht jeder Hund möchte sofort Kontakt aufnehmen, und nicht jedes Team läuft im gleichen Tempo. Rücksicht auf Abstand, Begegnungen und Pausen sorgt dafür, dass die Runde für möglichst alle entspannt bleibt.
Wer mit anderen zusammen weitergeht, sollte den eigenen Hund gut im Blick behalten. Ein ruhiger Ablauf, klare Signale und etwas Geduld helfen besonders dann, wenn sich unterwegs Gruppen bilden oder es an Kontrollstationen kurz voller wird.
Schließlich erreichen alle wieder den Ausgangspunkt. Jetzt werden die Stempel gezählt . Für jeden gelaufenen Kilometer spendieren die Sponsoren dem Verein eine Dose Futter. Im Schnitt kommt bei so einer Veranstaltung jeder der angetretenen Hunde auf sechs Kilometer gelaufener Strecke. Damit hat er einem Artgenossen die Verpflegung für eine ganze Woche gesichert. Je mehr Teilnehmer, um so besser wird das Ergebnis. Und da sich die Aktion von Jahr zu Jahr weiter herumspricht, kommen jedes mal mehr Dosen zusammen. Selbstverständlich freut sich die Tiertafel auch über weitere Unterstützer und Förderer.
Kurze Checkliste vor der Teilnahme
- Ist der Hund an Spaziergänge mit anderen Menschen und Hunden gewöhnt?
- Sind Leine, Wasser und bei Bedarf Kotbeutel griffbereit?
- Wurde vorab geprüft, wie Start, Strecke und Teilnahme vor Ort organisiert sind?
- Gibt es genügend Zeit, damit der Spaziergang ohne Hektik ablaufen kann?
- Kann der Hund bei Bedarf eine Pause machen oder etwas Abstand zu anderen Teams halten?
Gerade Rentner, ärmere Menschen und Obdachlose verbringen viel Zeit mit ihrem Hund und kümmern sich meist hervorragend um ihn. Es wäre doch ein Jammer, wenn es am nötigen Futter, Zubehör oder tierärztlicher Versorgung fehlen sollte. Die Tafel hilft gerne, möchte aber nicht als Aufforderung missverstanden werden, sich bei bei bereits eingetretener Notlage ein Tier zuzulegen, das man nicht selbst versorgen kann. Deshalb achten die Mitarbeiter darauf, dass es sich nicht um Tiere handelt, die gerade erst neu angeschafft wurden.
Häufige Fragen zum Dog Walk Day
Worum geht es bei der Aktion?
Im Mittelpunkt steht ein gemeinsamer Spaziergang, bei dem die gelaufene Strecke einem guten Zweck zugutekommt. Die Aktion verbindet Bewegung mit Unterstützung für Tiere, deren Halter Hilfe benötigen.
Muss man besonders sportlich sein?
Der Gedanke des Dog Walk Day ist ein gemächlicher Spaziergang. Es geht nicht um Tempo oder Wettbewerb, sondern darum, gemeinsam unterwegs zu sein und Stempel an den Stationen zu sammeln.
Wie können sich Interessierte vorbereiten?
Interessierte sollten sich vor der Teilnahme allgemein über den Ablauf informieren und überlegen, ob ihr Hund mit einer Runde in Gesellschaft gut zurechtkommt. Wer unsicher ist, kann zunächst eine kleinere, ruhige Gassirunde mit anderen Hunden ausprobieren.


