Bullmastiff
Die Geschichte des Bullmastiff
Der Bullmastiff wurde als Schutzhund für Wildhüter im 19 Jahrhundert entstanden in dem man Old English Mastiff und Old English Bulldog verpaart hat. Sie wurden gezüchtet um Wilderer zu stellen die beste Voraussetzung für dies Aufgabe hatten Hund die zu 60% die Eigenschaften eines Mastiff und zu 40% einer Old English Bulldogge. Um die Fährtenfähigkeit des Hundes nicht mehr zu steigern, kreuzte man den Bloodhound noch mit rein das dieser einen sehr hoch entwickelten Geruchssinn hat. Im Dezember 1924 wurde der Bullmastiff als eigene Hunderasse anerkannt.
Die Wesenseigenschaften
Er ist der geborene Beschützerhund, diese Rolle übernimmt er instinktiv. Im Umgang mit Kindern sind Sie sehr sanft und nachgiebig. Durch seine Zusammensetzung aus Mastiff Old English Bulldog und Bloodhound verfügt er über einen sehr guten Geruchssinn und ein starkes Gehör. Die Rasse verfügt über eine sehr hohe Selbstkontrolle und Gelassenheit. Auch wenn er nicht so “ präzise“ gehorsam ist, wie z.B. ein Schäferhund kann man dieses Defizit durch eine Abstufung der Befehle im Alltag sehr gut ausgleichen.
Haltung im Alltag
Ein Bullmastiff passt am besten in einen Alltag, in dem Ruhe, klare Abläufe und verlässliche Bezugspersonen vorhanden sind. Als großer und wachsamer Hund profitiert er von konsequenter, aber sachlicher Führung und von Regeln, die im Familienleben für alle verständlich sind.
Wichtig ist außerdem eine Beschäftigung, die zu seinem Wesen passt. Gemeinsame Spaziergänge, geistige Aufgaben und ein kontrollierter Umgang mit neuen Situationen können helfen, seine Gelassenheit zu fördern, ohne ihn unnötig aufzudrehen.
Besucher, fremde Hunde oder ungewohnte Umgebungen sollten bewusst und ruhig in den Alltag eingebunden werden. Gerade weil der Bullmastiff aufmerksam und beschützend sein kann, ist ein vorausschauender Umgang im Zusammenleben besonders wichtig.
Passt ein Bullmastiff zu mir?
Vor der Entscheidung für einen Bullmastiff sollte ehrlich geprüft werden, ob ein großer, kräftiger und wachsamer Hund zur eigenen Lebenssituation passt. Dazu gehören die Wohnumgebung, die verfügbare Zeit, die Erfahrung im Umgang mit Hunden und die Bereitschaft, dauerhaft Verantwortung zu übernehmen.
Hilfreich ist die Frage, ob im Alltag genug Ruhe, Struktur und Aufmerksamkeit vorhanden sind. Auch die Akzeptanz im Umfeld spielt eine Rolle, denn ein Bullmastiff wird durch seine Größe und sein Auftreten oft bewusster wahrgenommen als kleinere Hunderassen.
Da je nach Region unterschiedliche Vorgaben gelten können, sollten Interessenten die rechtlichen Rahmenbedingungen für ihren Wohnort vor der Anschaffung individuell prüfen. Allgemeine Informationen ersetzen dabei keine verbindliche Auskunft durch zuständige Stellen oder fachkundige Ansprechpartner.
Vorbereitung vor der Anschaffung
Eine gute Vorbereitung beginnt damit, sich nicht nur über das Aussehen der Rasse, sondern auch über Alltag, Wesen und mögliche Anforderungen zu informieren. Gespräche mit erfahrenen Haltern, seriösen Züchtern oder Hundetrainern können dabei helfen, ein realistischeres Bild zu bekommen.
Vor dem Einzug sollte außerdem überlegt werden, wie der Hund in den Tagesablauf integriert werden kann. Dazu gehören feste Bezugspersonen, klare Zuständigkeiten und die Frage, wie Spaziergänge, Ruhephasen und Begegnungen im Alltag gestaltet werden.
Wer unsicher ist, sollte offene Fragen vorab klären und sich fachkundigen Rat holen. Das ist besonders wichtig, weil ein Bullmastiff durch Größe, Kraft und Schutzinstinkt eine verantwortungsbewusste Haltung benötigt.
Was ist zu beachten
Seit der Einführung des Hundeverbringungs- und -einfuhrbeschränkungsgesetz gilt er als sogenannter „Listenhund“. Wobei es bei der Einstufung von Bundesland zu Bundesland noch unterschiede gibt. Es gibt die Stufe 1 und 2. Beim Bullmastiff ist es so das er z.B. in Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Hamburg und Nordrhein-Westfalen als Hund der Stufe 2 eingestuft ist. Dies bedeutet, dass er als gefährlich eingestuft ist, dieses aber durch Absolvieren eines Wesentest widerlegt werden kann. Bei der Haltung kann es vorkommen, dass man sich noch weiteren Auflagen unterziehen muss z.B. das der Halter 18 Jahre alt ist, man ein Führungszeugnis oder eine Sachkundeprüfung „Hundeführerschein“ ablegen muss. Es kann auch sein das weitere Auflagen zu beachten sind wie das Tragen von Maulkorb, Leinenzwang oder die Versicherungspflicht, die Pflicht sein Grundstück so einzuzäunen das der Hund nicht vom Grundstück entfliehen kann.
Kurze Zusammenfassung
Der Bullmastiff ist ein großer, ruhiger und wachsamer Hund mit ausgeprägtem Schutzverhalten. Er kann ein verlässlicher Begleiter sein, wenn Haltung, Führung und Alltag gut zu seinen Eigenschaften passen.
Interessenten sollten sich vor der Anschaffung sorgfältig informieren, ihre eigene Lebenssituation realistisch einschätzen und regionale Vorgaben prüfen. Wer diese Punkte ernst nimmt, schafft eine bessere Grundlage für ein verantwortungsvolles Zusammenleben.


