Braque Francais des Pyrenees
Die Braque Francais des Pyrenees ist eine der ältesten Vorstehhunderassen Frankreichs. Als ein mittelgroßer Hund, ist die Rasse bekannt für seinen tollen Körperbau. Die Braque Francais des Pyrenees ist feiner gebaut und um einiges kürzer als die des Typs Gascogne. Eine klassisch, mittelbraune Farbe mit oft weiß getüpfelten Partien sind typisch für die Hunderasse. Die Kürze des Schwanzes muss nicht vom Kupieren stammen, denn dies kann bei der Braque Francais des Pyrenees naturgegeben sein. Der Hund wird zwischen 12 und 14 Jahren alt und wiegt zwischen 20 und 32 kg.
Die Braque Francais vom Typ Pyrenees ist äußerst anpassungsfähig, intelligent, familienfreundlich und lernbegierig. Der Hund passt auch zu Kindern wegen seiner Geduld und seines außergwöhnlichen Beschützerinstinkts. Er sollte aber wenn möglich am Land leben und nicht in der Stadt, da er den Auslauf liebt und er im Wald in seinem Element ist. Die Apportierpassion wurde der Rasse wortwörtlich in die Wiege gelegt und beschreibt auch die Lebensfreude, Verspieltheit und Aufmerksamkeitsfähigkeit. Der französische Vorstehhund versteht sich auch hervorragend mit anderen Hunden und kann auch gerne im Rudel gehalten werden.
Da die Braque Francais äußerst lernfähig ist, empfiehlt es sich eine Hauptbezugsperson in der Familie zu wählen, die dann mit dem Hund regelmäßig an der Erziehung arbeitet, da die Hunderasse sehr führerbezogen ist und größte Freude dabei verspürt, es dem Herrchen recht zu machen. Er verträgt keine harte Erziehung. Da er sich vor seinem „Rudelführer“ ohnehin von der besten Seite zeigen will, sollte man Geduld bei der Erziehung haben, um den Hund nicht zu demotivieren. Denn eines ist bei der französischen Braque sicher: durch ihren starken Charakter, gibt sie ihr bestes und will es ihrem Herrchen mehr als nur recht machen. Sie freut sich am meisten über viel Lob und wird dadurch zur Höchstform motiviert. Obwohl er ohnehin schnell versteht, was man von ihm will, sollte man doch Erfahrung in Sachen Hundeerziehung mitbringen, denn wenn der Mensch sich nicht klar ausdrückt, reagiert die Braque doch etwas ängstlich, da sie nichts falsch machen will. Um diese Art von Missverständnissen zu vermeiden, sollte man so fair sein und bereits Ahnung vom Abrichten haben.
Natürlich ist der Hund dieser Rasse ein klassischer Jagd- und Fährtenhund, denn sein enormer Jagdinstinkt, sein scharfer Geruchssinns und seine besondere Wendigkeit zeichnen ihn aus. Die Braque Francais würde also auf keinen Fall in eine Stadtwohnung mit wenig Auslauf passen, denn sie will herausgefordert werden und gebraucht werden und auch viel spazieren gehen. Ob Sommer oder Winter, ob Wald oder Gebirge, für die französische Braque ist das kein Problem. Das Haarkleid ist eher grob und kurz. Durch diese Eigenschaft ist die Braque sehr pflegeleicht und muss nicht oft gebürstet werden. Am Kopf ist das Fell ein wenig weicher und feiner. Die Braque Francais des Pyrenees ist ein wunderbarer Charakter, der bei richtigem Handling zu einem Partner für´s Leben werden kann.
Passt die Braque Francais des Pyrenees zum eigenen Alltag?
Vor der Entscheidung für diese Rasse sollte man ehrlich prüfen, ob ausreichend Zeit und passende Umgebung vorhanden sind. Ein Hund mit Jagdtrieb, Bewegungsfreude und enger Bindung an seine Bezugsperson braucht Menschen, die ihn regelmäßig begleiten, führen und beschäftigen möchten.
Hilfreich ist es, sich vorab einige Fragen zu stellen: Gibt es genug Möglichkeiten für ausgedehnte Spaziergänge und sichere Beschäftigung im Freien? Ist Hundeerfahrung vorhanden oder die Bereitschaft, sich konsequent und freundlich mit Erziehung zu beschäftigen? Kann der Hund am Familienleben teilhaben, statt nur nebenbei mitzulaufen? Wer diese Punkte klar beantworten kann, kann besser einschätzen, ob die Braque Francais des Pyrenees wirklich zum eigenen Lebensstil passt.
Praktische Hinweise für Haltung und Beschäftigung
Im Alltag profitiert die Braque Francais von einer ruhigen, klaren Führung und abwechslungsreicher Auslastung. Neben Bewegung sind auch Aufgaben wichtig, bei denen sie ihre Aufmerksamkeit und Lernfreude einsetzen kann. Apportieren, Suchspiele oder gemeinsame Übungen können dabei helfen, die vorhandene Energie sinnvoll zu lenken.
Wichtig ist, den Hund weder zu unterfordern noch durch Hektik oder Härte zu verunsichern. Kurze, verständliche Signale, Geduld und Lob passen gut zu dem beschriebenen Wesen der Rasse. Gerade wegen ihres Jagdtriebs sollte man außerdem vorausschauend unterwegs sein und Spaziergänge so gestalten, dass der Hund geführt, aber nicht unnötig frustriert wird.
Kurze Checkliste für Interessenten
- Es ist ausreichend Zeit für Bewegung, Beschäftigung und gemeinsame Aktivitäten vorhanden.
- Eine ländlichere oder naturnahe Umgebung ist leichter geeignet als eine reine Stadtwohnung mit wenig Auslauf.
- Die Erziehung erfolgt konsequent, freundlich und ohne unnötige Härte.
- Der Hund bekommt Familienanschluss und eine verlässliche Bezugsperson.
- Hundeerfahrung oder die Bereitschaft, sich intensiv mit Führung und Erziehung zu beschäftigen, ist vorhanden.
- Der ausgeprägte Bewegungs- und Beschäftigungsbedarf wird im Alltag realistisch eingeplant.
Zusammenfassung
Die Braque Francais des Pyrenees ist ein aktiver, lernfreudiger und familienbezogener Hund mit starkem Bezug zu Bewegung, Natur und gemeinsamer Arbeit mit dem Menschen. Sie kann ein treuer Begleiter sein, wenn sie fair geführt, ausreichend beschäftigt und ernst genommen wird.
Am besten passt sie zu Menschen, die Freude an einem aufmerksamen Hund haben, Zeit im Freien verbringen und bereit sind, Geduld sowie Erfahrung in die Erziehung einzubringen. Wer nur einen ruhigen Hund für wenig Auslauf sucht, sollte die Anforderungen dieser Rasse dagegen sorgfältig überdenken.


