Große Bordeaux Dogge mit Falten

Bordeaux Dogge

Diese großen Kampfhunde des Altertums, mit den tiefen Falten, die wie bei einem alten Boxer, die Schnauze der Bordeaux Dogge furchen, sehen sehr gefährlich aus, aber hinter seinem griesgrämigen Aussehen verbirgt sich ein Hundeherz voller Zärtlichkeit und Liebe.
Die Bordeaux Dogge, die von der Tibetdogge abstammt, wurde gezüchtet zum Kampf gegen Stiere und Bären, war er ursprünglich ein wilder Draufgänger und wurde diesen Ruf Jahrhunderte lang nicht los. In der französischen Umgangssprache gab man ihm den Beinahmen „humeur de dogue“, das bedeutet Hundelaune.

Die Bordeaux Dogge ist hoch intelligent und lernbedürftig, aber sie ist kein dummer Befehlsempfänger. Erteilt man der Bordeaux Dogge einen Auftrag, oder ein Kommando, wird der Hund kurz überlegen ob es denn gerade jetzt sinnvoll ist, dieses zu tun. Hat man seine Zustimmung, wird er das Kommando befolgen. Findet der Hund aber, das es jetzt wirklich nicht Zeit für so etwas ist, wird er es nicht tun. Das ist die Eigenart der Bordeaux Dogge.

Praktische Hinweise für Alltag und Umgang

Im Alltag profitiert die Bordeaux Dogge von einer ruhigen, verlässlichen Führung. Klare Regeln, Geduld und ein gleichmäßiger Umgang helfen ihr dabei, sich zu orientieren, ohne dass der Hund unnötig unter Druck gesetzt wird.

Sinnvoll ist auch, sie früh und gelassen an normale Alltagssituationen zu gewöhnen. Dazu gehören Besucher, Geräusche, Begegnungen mit anderen Hunden und feste Abläufe im Haushalt. Wer unsicher ist, sollte sich rechtzeitig an erfahrene Hundemenschen, eine geeignete Hundeschule oder fachkundige Beratung wenden.

Herzensgut, aber nicht immer einfach im Umgang. Nur wer sich dessen im klaren ist, sollte sich so einen Hund anschaffen. Im 14. Jahrhundert schreib Gaston Phébus sehr abfällig über die Bordeaux Dogge, sie sei plump und hässlich und eigne sich nur zur Jagd auf Wildschweine und Bären und es sei kein Verlust, wenn dabei ein Hund umkäme.

Vorbereitung auf das Zusammenleben

Wer eine Bordeaux Dogge in die Familie aufnehmen möchte, sollte das Zusammenleben sorgfältig vorbereiten. Dabei geht es nicht nur um ausreichend Platz, sondern auch um geordnete Abläufe, einen ruhigen Rückzugsort und die Bereitschaft, einem großen und kräftigen Hund verlässlich Orientierung zu geben.

Auch die Zeit im Alltag spielt eine wichtige Rolle. Die Bordeaux Dogge möchte eingebunden werden und braucht Menschen, die konsequent, aber liebevoll mit ihr umgehen. Alle Haushaltsmitglieder sollten sich darüber einig sein, dass ein Hund dieser Größe Verantwortung, Aufmerksamkeit und Rücksicht verlangt.

Passt die Bordeaux Dogge zum eigenen Alltag?

Vor der Anschaffung können einige einfache Fragen helfen, die eigene Situation realistisch einzuschätzen:

  • Ist genügend Erfahrung oder die Bereitschaft vorhanden, sich fachkundig begleiten zu lassen?
  • Gibt es ausreichend Zeit für Erziehung, Beschäftigung und ruhige Gewöhnung an Alltagssituationen?
  • Passt ein großer, kräftiger Hund zur Wohnsituation und zum Tagesablauf?
  • Sind alle im Haushalt bereit, klare Regeln mitzutragen und dem Hund konsequent zu begegnen?

Wenn mehrere dieser Fragen unsicher beantwortet werden, ist es sinnvoll, sich vorab weiter zu informieren und die Entscheidung nicht zu überstürzen.

Nach dem Mittelalter wurden diese Hunde nicht mehr zur Jagd eingesetzt, sie dienten als Wachhunde für Haus und Hof. Bei Metzgern waren die Bordeaux Doggen besonders beliebt, denn diese nutzen die Hunde um die Rinder, die sie außerhalb der Stadt gekauft hatten, sicher und schnell nach Hause zu bringen. Im Laufe der Jahre kamen die Hunde von den Metzgern zu den reichen Landgütern und landeten bald in den Palästen der Aristokraten, so wurden sie zu mutigen, wachsamen und hervorragenden Schutzhunden.

Die Bordeaux Dogge wurde nie sehr populär, denn sie hatte in der Deutschen Dogge und dem Boxer weitverbreitete und starke Konkurrenz. Um 1960 gab es nur noch 10 Exemplare dieser aus dem Südwesten Frankreichs stammenden Rasse. Diese sanftmütige und ruhige Hunderasse ist so was von geduldig bei Kindern und treu ohne Ende.

Die Bordeaux Dogge ist ein mächtiger und kräftiger Hund mit harmonischem Körperbau. Der Rüde wird 63-68 cm groß und die Hündin ca. 58-66 cm. Ein ausgewachsener Rüde bringt es auf mindestens 50 kg, die Hündin wiegt ca. 45-48 kg. Der Kopf ist sehr massig und groß, was meistens zu Kaiserschnittgeburten führt. Er hat symmetrische Falten auf beiden Seiten des Stirnabsatzes und hat einen mächtigen und breiten Fang. Seine Zähne sind sehr stark und die Lefzen dick und hängend. Das führt dazu, dass der Hund sabbert. Sein kurzes rotbraunes Fell ist leicht zu pflegen und diese Hunderasse ist wirklich unkompliziert, wenn man seine kleinen Eigenarten akzeptieren kann.

Fazit

Die Bordeaux Dogge ist ein kräftiger, anhänglicher und eigenständiger Hund, der zu Menschen passt, die sich ihrer Verantwortung bewusst sind. Wer ihre Größe, ihr Wesen und ihren Anspruch an klare Führung berücksichtigt, kann sie besser einschätzen und vor der Anschaffung eine sorgfältige Entscheidung treffen.

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